HOCHZEITSZIMMER
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BAROCKE PRACHT TRIFFT FUNKTIONALES

Der in Formen des Hochbarock nach dem Brand von 1905 wieder entstandene Bibliotheksraum wird seit der Wiedereröffnung des Schlosses Lichtenwalde 2010 vor allem als Hochzeitszimmer genutzt. Wir entwickelten für diese Funktion eine völlig neue Austattungskonzeption. Dem Leitgedanken folgend, neuzeitliches Mobilar grundsätzlich in zeitgemäßen Formen einzusetzen bzw. zu entwerfen, wurde sich für eine Bestuhlung mit dem Modell Publix von Hagener/Wiesner entschieden, dessen Polsterfarbe die historische Wandfarbigkeit aufnimmt. Die Armlehnen aus Buchenholz wurden extra in diesem Farbton gebeizt. Den Trautisch entwickelten wir in formaler Anlehnung an chinesische Tischformen (nebenan befindet sich das Chinesische Zimmer). Das Gestell besteht aus Stahl, die Tischplatte aus poliertem "Bamboo verde", dessen schilfiger Grünton perfekt mit der Raumfarbigkeit korrespondiert. Im Gegensatz zu den aus Messing und Kristallbehang bestehenden Deckenleuchtern und den aufwändig geschnitzten und vergoldeten Spiegelrahmen entstanden die neuen Kamin- und Tischleuchter aus gestrahltem, lasergeschweißtem Edelstahl. Den Vitrinen des Blau-Weiss-Flures angepasst, entstanden zwei Großvitrinen auch für diesen Raum, in denen chinesische und japanische Porzellane in kräftigen Rottönen einen spannenden Kontrast zu den Grüntönen des Raumes bilden. Eine Abfolge barocker Porträts von Angehörigen des wettinischen Herrscherhauses wurden aus dem Museumsbestand ausgewählt, restauriert und mit Rahmen in barocken Formen gefasst. Sie sollen an die einstige reiche Ausstattung des Raumes mit Gemälden des 18. Jahrhunderts erinnern.